
17.07.2026
Lesezeit : 3 min
Techy Women in History
Wegbereiterin zum Mond Kathrine G. Johnson
Als schwarze Frau in einer Zeit starker Diskriminierung durchbricht Kathrine Johnson rassistische und geschlechtsspezifische Barrieren. Sie zeigt schon früh aussergewöhnliche mathematische Fähigkeiten und beginnt mit nur 15 Jahren ihr Studium in Französisch und Mathematik an der West Virginia University in den USA – einer Institution, die zu dieser Zeit noch stark von Rassentrennung und Diskriminierung betroffen war.
Von Luise Wüstling
Nach ihrem Studium arbeitete sie als Lehrerin, bevor sie sich an der West Area Computing Unit des NACA mit der Auswertung von Flugdaten befasst. Durch den erfolgreichen Start des ersten Erdsatelliten »Sputnik« durch die Sowjetunion beginnt der »Wettlauf ins All« und die USA will aufholen. Aus der NACA wird die NASA und es ergeben sich neue Möglichkeiten für Kathrine
Johnson. Zwar steht sie vor Herausforderungen, da insbesondere Schwarze Frauen in technischen Positionen unterrepräsentiert sind. Doch ihr mathematisches Talent fällt schnell auf und aufgrund ihrer herausragenden Fähigkeiten wird sie eine unverzichtbare Kraft in der Raumfahrtforschung.
»Alles war so neu – die ganze Idee, ins All zu fliegen, war neu und mutig. Es gab keine Lehrbücher, also mussten wir sie schreiben.«
Katherine Johnson
Gemeinsam mit ihrem Kollegen Ted Skopinski schreibt sie die theoretische Grundlage für den ersten amerikanischen bemannten Flug in der Geschichte der Raumfahrt.
Der Astronaut John Glenn bestand ein Jahr später darauf, dass Johnson persönlich die Berechnungen für seine Erdumrundung überprüfen sollte, bevor er die Mission startete. Und Ende der 1960er Jahre berechnete Johnson die Umlaufbahn für die Raumfahrtmission Apollo 11 und leistete damit einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg der ersten Mondlandung.
Wer mehr wissen will: Der Spielfilm „Hidden Figures – Unerkannte
Heldinnen“ erzählt die Geschichte von Johnson und ihren afroamerikanischen Kolleginnen.